Seit April sind wir Jugendsprecherinnen in den Stadtteilen unterwegs, das gibt uns eine gute gemeinsame Basis für die Weiterarbeit. Junge Menschen haben mit uns über ihre Bedürfnisse im Bereich Bildung und Freizeit diskutiert. Sie haben Kritik geübt, wie Politik derzeit funktioniert aber auch ihre Ablehnung in Sachen Fremdenfeindlichkeit klar formuliert – auch beim heutigen Jugendkongress.
Der Jugendkongress ist immer so eine Sache, weil viele Interessen untergebracht werden sollen. Zum Einen stehen natürlich die Jugendlichen im Mittelpunkt, mit ihnen wollen wir in Kontakt kommen. Das Ganze soll irgendwie „cool“ sein – und jugendgerecht gestaltet. Und dann wollen wir noch Ergebnisse, die wie nach einer Woche Seminar ausgestaltet sein sollten. Das spießt sich.
Der heurige Jugendkongress hat meiner Meinung nach dann doch recht gut abgeschnitten. Die Mischung bestand aus Diskussion am Podium (Fragen kamen per sms), Workshop zu vier verschiedenen Themen (Partizipation, Bewegung/Mobilität, Umgang miteinander, mein Stadtteil), Unterhaltung (Film & Rap) und auch „Politisches“ (Bgm Schaden, wir drei Jugendsprecherinnen).
Im Ergebnis hatten die Jugendlichen einen kurzweiligen Vormittag, konnten ihre Themen mit uns diskutieren – und wir haben nun 12 Plakatwände voller Ideen und Aufträge!
Aber nicht alles was glänzt ist Gold: Weiterlesen →
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Heute fasse ich zwei Termine zusammen, die wir als Jugendsprecherinnen im Salzburger Gemeinderat im Vorfeld des Jugendkongresses gehabt haben. Was sie eint ist, dass wir in öffentlichen Räumen waren, die von Jugendlichen genutzt werden. Aber höchst unterschiedlich sind:
Lechner Park: dieser Park befindet sich in Schallmoos, einem Viertel mit viel Gewerbe, aber auch Einfamilienhaus Siedlungen und Häuserblöcke mit vielen Wohnungen. Ein recht diverses Viertel. Der Lechnerpark ist eine grüne Insel fast mitten drin.
Die Jugendlichen, die wir dort trafen, haben sich den Lechnerpark zu einem regelmäßigen Ort für Treffpunkte ausgesucht. Zum Teil, weil sie in der Nähe wohnen, zum Teil, weil sie in die gleiche Schule gehen und sich als FreundInnen hier treffen.
Was mir bei diesem Termin hängen geblieben ist – ist wie wichtig gemütliche Räume zum „treffen und abhängen“ sind. Im Lechnerpark fehlen eigentlich noch ein paar Sitzgelegenheiten. Und eventuell einen überdachten Ort, an dem man auch bei Regen unter kommt? Auch das öffentliche Klo dort ist meist versperrt oder grauslich – auch hier gibt’s Anregungen zur Verbesserung, die wir gerne mitnehmen.
Zum öffentlichen Klo verkommt oft ein andere Raum nicht weit von dem Park – die Radgarage am Bahnhof. Die ist nämlich ein beliebter Treffpunkt von jungen Menschen aus Elisabeth Vorstadt, denn dort ist es trocken, im Winter wärmer – im Sommer kühler wie draussen. Richtig schön ist es dort nicht, und es finden sich dort auch Menschen in schwierigen Verhältnissen: obdachlos, oft auch akohol- und drogenkrank. Aber es ist ein Ort, an dem niemand konsumieren muss, wo man von keinen Erwachsenen beobachtet wird und eben auch in der Gruppe rumhängen kann. Nun kommt es aber zu Konflikten: Menschen, die ihr Rad abstellen wollen fürchten sich vor der Jugendgruppe. Anzeigen bewegen die Polizei dazu, die Jugendlichen aus der Garage zu vertreiben und ihnen gelegendlich auch einen Ordnungstrafe zu verpassen.
Was nehme ich mir mit? Eigentlich sind sich viele einig: Wir brauchen imViertel Elisabeth Vorstadt einen Jugendraum, denn der Ort ist mit den Einkaufszentren und dem Mobilitätsangelpunkt Bahnhof für junge Menschen sehr attraktiv. Welche Räume das sein könnten und wie diese dann betrieben & genutzt werden braucht jetzt die Mitwirkung aller Beteiligten: den Jugendlichen selbst, die Unterstützung der JugendarbeiterInnen aus der Gegend und die Politik.
Nächste Station: DER JUGENDKONGRESS am 24. Juni 2010 am Movida Festgelände im Volksgarten. Anmeldung ist unbedingt erforderlich, siehe www.salzblog.at
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In Vorbereitung zum Jugendkongress, der am 24. Juni in Salzburg stattfinden wird, sind wir Jugendsprecherinnen der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen unterwegs, um mit jungen Menschen in Kontakt zu kommen.
So hatten wir auch einen Termin im Jugend- und Kulturzentrum MARK, dass ja seit kurzem einen neuen Standort in der Gnigl aufbaut. Die Themen, die wir Gemeinderätinnen und mit jungen Kulturschaffenden anschauen wollten und hauptsächlich diskutiert haben:
- Kulturräume in Salzburg
- Pro & Contra Subventionen
Im Bereich der Kulturräume haben wir diskutiert, ob es denn genug Räume gibt in Salzburg und wie diese für junge Kulturschaffende zugänglich sind. Ich denke, wir haben tatsächlich ein buntes Pflaster an verschiedenen Kultureinrichtungen, die auch durchaus mit und für junge Menschen Aktivitäten setzen. Trotzdem bleibt bei mir hängen, dass es auch „Räume zum Ausprobieren“ braucht. Dass heißt aber auch, dass dort Dinge entstehen, aber vielleicht auch nicht entstehen. Dass es superkreative Phase gibt, wo auch Vieles sichtbar wird, aber auch umgekehrt gescheitert werden darf.
Das hab ich mir auch als Auftrag mitgenommen. Es gibt zwar nun bald das MARK wieder, dass sich ja auch diesem „sich Ausprobieren“ Auftrag verschrieben hat, ich stell mir aber mehr vor.
Es gibt doch eine größere Anzahl an leer stehenden Räumen, in Gebäuden kurz vor Abriss oder ähnlich. Es wäre doch super, diese temporär genau für solche Zwecke zu nutzen. Weiterlesen →
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